Badminton
ist eine Rückschlagsportart, die aus Asien (Indien) um 1860 nach Europa
kam, wo es zunächst als skurrile Freizeitbeschäftigung auf dem Landsitz
des Duke of Beaufort gespielt wurde. Der Name dieses Landsitzes 'House of
Badminton' gab der Sportart ihren heutigen Namen. Seit 1992 ist Badminton
olympische Disziplin.
Es
ist eine der schnellsten Racketsportarten, die sehr hohe Ansprüche an
Reflexe, Grundschnelligkeit und Kondition stellt. Konzentrationsfähigkeit,
Spielwitz und taktisches Geschick sind ebenfalls Grundvoraussetzungen für
einen guten Spieler. Diese Vielseitigkeit der Anforderungen macht Badminton
zu einem anspruchsvollen und harten Wettkampfsport.
Der
Federball erreicht bei den krachenden Schmetterbällen
Anfangsgeschwindigkeiten von über 300 km/h. Obwohl der Ball im Flug rasch
bremst, ist er nur durch blitzschnelle Reaktionen zu erreichen. Die
Notwendigkeit von athletischem Angriffshandlungen umzustellen auf weiches
und präzises Spiel am Netz erfordert viel Ballgefühl. Der leichte Schläger
ermöglicht darüberhinaus rasche Richtungsänderungen ohne vorhersehbare
Ausholbewegungen. Diese Tatsache macht Badminton zu einem extrem
raffinierten und täuschungsreichen Spiel. Dem schnellen, genauen und
trickreichen Angriffsspiel ist nur durch gute Reflexe und sehr bewegliche
Laufarbeit zu begegnen. Die schnellkräftigen Laufbewegungen in Verbindung
mit den präzisen Schlägen stellen hohe Anforderungen an das konditionelle
und technische Vermögen des Spielers. Lange Ballwechsel und eine Spieldauer
bis zu 60 Minuten ohne nennenswerte Pausen fordern gut entwickelte Ausdauer.
Gespielt
wird Badminton auf einem 13,40 m x 6,10 m grossen Feld über ein 1,55 m
hohes Netz mit sehr leichten Schlägern (unter 100g) und Kunststoff- oder
Naturfederbällen. Die Naturfederbälle haben 16 Federn und wiegen zwischen
4,75 und 5,5 Gramm. In einem hart gespielten Match können leicht ein
Dutzend Bälle verbraucht werden. Kunststoffbälle halten zwar deutlich länger,
kommen aber an die Flugeigenschaften der Naturfederbälle bei weitem nicht
heran. Die Bälle unterscheiden sich deutlich -vor allem im Gewicht- von
Federbällen, die für das Outdoor-Federballspiel im Freibad o.ä. benutzt
werden. Badmintonbälle sind sehr windempfindlich -ein kontrolliertes Spiel
ist nur in der Halle möglich.